6.
Renovierungen, Sanierungen und Restaurationen
1881/82
hat die Schmilauer Kapelle durch eine ,,Restauration" baulich
erhebliche Veränderungen erfahren. So erhielt sie einen Turm mit Uhr
und Geläut und an der Südwand vor der alten Priesterpforte ein
kleines Vorhaus, das heute als Sakristei dient.
Mit der Renovierung der Kapelle im Jahre 1971 unter der Leitung des
Architekten Gert Johannsen aus Hamburg wurde versucht, soweit wie
möglich den alten Zustand des Raumes herzustellen. Im Altarraum
wurden das alte Findlings- und Backsteinmauerwerk und im
Kirchenschiff die Holzbalkendecke freigelegt. Der Fußboden wurde mit
handgestrichenen Backsteinen ausgelegt und der Altar aus alten
Klosterformatsteinen aufgemauert. Eine besondere Tiefenwirkung
erfuhr der Raum durch die Öffnung des zugemauerten
Spitzbogenfensters in der Ostwand und die Gestaltung dieses Fensters
durch den Künstler Ernst Günter Hansing. Es ist ein Betonglasfenster
aus Dalles- und Belgläsern mit tiefen Blautönen und einem rot und
gelb aufleuchtenden Zentrum.
So entstand wieder ein Raum, dessen Schlichtheit seine Schönheit
ist, ein Stück lebendiger Geschichte, das jeden, der die Kapelle
betritt, berührt.
Im Jahre 2003 erfolgen einige kleine Renovierungsmaßnahmen in der
Kapelle und im Außenbereich, um der eindringenden Feuchtigkeit Herr
zu werden.
Etwas zeitgleich findet eine Umgestaltung des Friedhofes statt:
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Einrichtung eines Urnenfeldes mit Kissensteinen
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Gestaltungsänderung der vormals großen Familiengräber

Im Jahre 2007 erreicht die Kommunalgemeinde Schmilau unter Leitung
des Bürgermeisters Eckhard Rollinger zusammen mit der
Kapellengemeinde, dass die sog. Nordfläche des Kapellenangers mit
Hilfe von EU-Mitteln zur Dorferneuerung grundsätzlich neu gestaltet
werden kann:
Das ehemalige Gerätehaus, in dem der damalige Friedhofsgärtner und
Küster Feddern einst lebte, wird abgerissen, es wird ein neuer
Kompostplatz errichtet, eine große Rasenfläche mit Wegen angelegt,
in deren Mitte eine Rotbuch gepflanzt wird, um die eine Rundbank zum
Verweilen einlädt. Zudem wird eine Buchenhecke gepflanzt, die den
Platz zusammen mit der alten Friedhofsmauer harmonisch abgrenzt.
So erhält das Dorf wieder einen würdigen Mittelpunkt.

Im Jahre 2008/2009 erfolgt wieder eine große Sanierung der
St-Lorenz-Kapelle sowie der Friedhofsmauer unter Leitung des
Ratzeburger Architekten Werner Grage. Besonders im Dachbereich des
Chorraumes sind die Schäden sehr groß: Die Ostwand dringt aus dem
Lot.
Verrottetes Tragegebälk auf dem Mauergesims wird ausgetauscht; eine
Stahlträgerkonstruktion und Stahlzugbänder erhöhen die Stabilität
des alten Gebäudes.
Dazu stand der folgende Artikel im Gemeindebrief „Rund um St.Georg“
(Ausgabe 5/2009):
„Endlich ist es soweit und wir können als Kapellengemeinde die
erfolgreiche Sanierung der St.Lorenz-Kapelle zu Schmilau sowie der
Kirchenmauer feiern.
Dazu lädt der Kapellenvorstand herzlich zu einem Dankgottesdienst
ein, der am Erntedanksonntag, 4. Oktober 2009, um 14.30 Uhr gefeiert
werden wird.
Anschließend ist noch im Anschluss ein Kirchenkaffee in der „Alten
Schule“ in der Dorfstraße vorbereitet.
Mit rund 160.000 EUR, wovon 120.000 EUR in die Kapelle geflossen
sind, waren die Sanierungsarbeiten ein großes Paket für die kleine
Gemeinde: Rund 60.000 EUR finanzierte der alte Kirchenkreis
Herzogtum Lauenburg, mit 5.000 EUR beteiligte sich die Landeskirche
an denkmalpflegerischen Arbeiten. Der Großteil aber in Höhe von rund
95.000 EUR musste von der Kapellengemeinde aufgebracht werden.
Sehr zur Freude des Kapellenvorstandes konnte Dank einer überaus
großzügigen Spende die bis dahin angesparte Baurücklage zu einem
großen Teil für die Zukunft erhalten bleiben.
Der Kapellenvorstand dankt dem Architekten Werner Grage sowie den
Bau ausführenden Unternehmen der Region für die besonnene sowie
fachgerechte und angemessene Planung und Ausführung der angefallenen
Arbeiten, die es ermöglichte, dass das Schmilauer Kleinod in der
Mitte der Gemeinde weiterhin für die Zukunft erhalten bleiben wird.
So wird es der kleinen Kapellengemeinde auch in Zukunft möglich
sein, unter Gottes Wort Menschen vom Glauben an Jesus Christus zu
erzählen sowie Gottes Heilshandeln an uns Menschen in Taufe und
Abendmahl zu bezeugen.“
.
7.
Gemeindeleben
Bis 1880
wurde der Dorflehrmeister verpflichtet sog. Lesegottesdienste zu
halten; der Rest – anzunehmen wohl jeden Sonntag – wurde vermutlich
von St.Georgsberg mit gehalten.
Seit dem Jahr 1904 gibt es den monatlichen Gottesdienst sowie
Gottesdienste zu allen hohen christlichen Feiertagen. Das hat sich
so bis heute gehalten.
1906 wurde die Kirche mit einer neuen Orgel versehen: Die Fa.
Marcussen baute ein Modell mit „Pneumatik-Übertragung“.
1980 musste diese leider ersetzt werden; die alte befindet sich
heute im Musikinstrumenten-Museum in Berlin.
Die neue Orgel wurde von Paschen, Kiel am 07. September 1980 um
17.00 h feierlich eingeweiht.
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Pastor Ernst Gleimann 1938-1968
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Pastor Walter Klingenberg 1968-1997
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Pastor Jürgen Hensel seit 1997
1902 – Einbruch in die St.Lorenz-Kapelle
Anfang des vorletzten Jahrhunderts: Trennung des Schulwesens
Unterschiedliche Gemeindeveranstaltungen wurden und werden in
Schmilau rund um die Kapelle durchgeführt:
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Missionsfeste (bei Ohlhöft, bis ca. Mitte 70er Jahre)
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Gründung eines Spielkreises und Überführung in einen Kindergarten
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Kinderbibeltage
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Konfirmandenarbeit
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Jugendgruppe
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Frauenkreis
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Gesprächskreis für Männer und Frauen
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Feldgottesdienste (im Siemers’schen Birkenhof und um die Kapelle)
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